MISCHSZENEN AM RECHTEN RAND: HOOLIGANS, ROCKER UND BRUDERSCHAFTEN IN DER REGION

Info22

Informationsveranstaltung des Rundes Tisches gegen Rechts Weyhe
am Donnerstag, 22.1.2015 im Großen Forum der KGS Leeste, 19:00 Uhr


Mischszenen am rechten Rand: Hooligans, Rocker und Bruderschaften in der Region
Referentin: Andrea Röpke, Journalistin

Am politisch rechten Rand dieser Gesellschaft haben sich sog. Mischszenen herausgebildet. PEGIDA und HOGESA (Hooligans gegen Salafismus) sind im letzten Jahr entstandene Bewegungen, die diese Entwicklung charakterisieren. Insbesondere nach dem HOGESA-Aufmarsch in Köln im Oktober 2014 mit ca. 4500 Teilnehmern und massiver Gewalt gegen Polizei und Gegendemonstranten gerieten diese Bewegungen in den Focus der medialen Öffentlichkeit.
Die Stimmung in Köln wurde speziell durch die Bremer Band „Kategorie C“ angeheizt, die extra für diesen Anlass den Song „Hooligans gegen Salafisten“ geschrieben hatte. Die Mitglieder der Band wurden bereits 2010 vom Bremer Verfassungsschutz als „gewaltbereite Rechtsextremisten“ eingestuft. Der Sänger der Band ist einer der Anführer der gewalttätigen Hooligan-Truppe „Standarte Bremen“ (vormals: Standarte 88). Mitglieder der Standarte waren u.a. an dem gewalttätigen Überfall auf die im Ostkurvensaal des Weserstadion feiernde antirassistische Werder- Fangruppe „Racaille Verte“ beteiligt.
Weit weniger bekannt waren bisher die Verbindungen von kriminellen Rocker-Gangs und Neonazi-Strukturen in Niedersachsen und Bremen. Nach einer kürzlich erfolgten Anfrage des SPD-Abgeordneten Brunotte teilte die niedersächsische Landesregierung mit, dass z.B. einzelne Mitglieder der Rockergang „Legion Bremen“ als „rechtsmotivierte Gewalttäter“ bekannt seien. Zudem lägen zu 15 der derzeit 35 Mitglieder der Gang „kriminalpolizeiliche Erkenntnisse“ vor. Einzelne Mitglieder der „ Legion Bremen“ hätten sich im Frühjahr 2013 auch an den von rechten Gruppen initiierten Protesten nach dem Tod von Daniel Siefert am Kirchweyher Bahnhof beteiligt. Das Klubhaus der „Legion Bremen“ befindet sich auf Weyher Gebiet im unmittelbaren Grenzbereich zur Gemeinde Stuhr.

Über derartige Organisationsstrukturen und Verbindungen in Bremen und im Bremer Umland wird die bekannte Journalistin Andrea Röpke referieren.

Hinweis! Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Allerdings haben Mitglieder und Sympathisanten rechter Parteien und Gruppen sowie von Rockergangs keinen Zutritt (§6 Vers.Ges.)

Veranstaltungsflyer zum runterladen:
FlyerVeranstaltung22.Januar