AfD: Mit Stammtischparolen zum politischen Aufstieg

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Informations- und Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, 4. Juni 2015, 20.00 Uhr im Großen Forum der KGS Leeste, Schulstr. 40 in Weyhe- Leeste mit:

Erika Schneider und Ralf Beduhn (GEW- Kommission COURAGE gegen Rechts im Landesverband Niedersachsen)

Veranstalter: Runder Tisch gegen Rechts- für Integration, Weyhe

Mit populistischen Parolen wie „Raus aus dem Euro- zurück zur DM“, „Wir sind nicht das Weltsozialamt“ oder auch „Mut zur Wahrheit-Mut zu Deutschland“, gelang es der vor zwei Jahren gegründeten AfD, politischen Zuspruch und Wahlerfolge insbesondere aus der Mitte der Gesellschaft zu erlangen. Dabei knüpft die AfD in ihrer Propaganda an die Gemütslage des „entsicherten Bürgertums“ (Prof.Heitmeyer) an und mobilisiert Ressentiments nicht nur gegen die etablierten Parteien, sondern insbesondere auch gegen gesellschaftliche Minderheiten. Wohlstandschauvinistische Interessen werden vielfach sozialpopulistisch verpackt, Stammtisch-Argumente erklärtermaßen zum Ausgangspunkt politischer Kampagnen genutzt. Leugnung des Klimawandels, Ablehnung des Mindestlohns und der Rente mit 63, Einführung der Kirchhofsteuer zugunsten der Besserverdienenden, Ablehnung des Gender-Mainstreamings und der sexuellen Vielfalt, Einwanderung nur unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Nützlichkeit; diese und andere Programmpunkte der AfD werden in dem Vortrag dargelegt und kritisch beleuchtet.
Zudem wird die Aussage des Parteiführers Bernd Lucke am Abend der Hamburg-Wahl im ZDF: „Wir haben nie mit PEGIDA zusammengearbeitet“ als grobe Unwahrheit entlarvt. Anhand zahlreicher Beispiele wird die organisatorische und politische Zusammenarbeit zwischen der AfD und PEGIDA, HAGIDA, OLGIDA etc. nachgewiesen und darüber hinaus der äußerst rechte Rand der Partei anhand ausgewählter Dokumente präsentiert.