Antifa Weyhe http://antifaweyhe.blogsport.de Antifaschistische Aktionsgruppe für Weyhe und Umgebung! Thu, 17 Dec 2015 14:00:18 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Nachtrag „Tag der Deutschen Patrioten“ http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/12/17/nachtrag-tag-der-deutschen-patrioten/ http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/12/17/nachtrag-tag-der-deutschen-patrioten/#comments Thu, 17 Dec 2015 13:58:24 +0000 Administrator Aktuelles http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/12/17/nachtrag-tag-der-deutschen-patrioten/ Wie berichtet kam es am 12. September dieses Jahres zu einem Nazi-Aufmarsch in Weyhe. Informationen dazu lassen sich hier, auf Antifa-Bremen.org und auf unserer Seite nachlesen.

Wir veröffentlichen nun weitere Bilder der Nazis die sich auf dem Weyher Markplatz versammelten, um dort das Integrationsfest der Gemeinde zu stören bzw. ein Gruppenfoto zu machen. Die Bilder lassen sich über Rechtsklick und Grafik anzeigen größer darstellen.

Gruppe1
In erster Reihe kniet Marcel Kuschela (Schwarzer Pulli, Sonnenbrille und kurzen Iro). Infos zu Marcel gibt es hier

Henrik
Auf dem Bild ist links sitzend Henrik Ostendorf (Blauer Fischerhut) zu finden. Henrik, Bruder von Hannes Ostendorf dem Sänger der Nazi-Band „Kategorie C“, ist eine der wichtigsten Personen der Bremer Neonazi-Szene. Infos zu Henrik lassen sich hier finden.

Gruppe3

Weitere Bilder bei Recherche-Nord.

Über weitere Infos zu den abgebildeten Nazis würden wir uns sehr freuen. Unser verschlüsseltes Kontaktformular.

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„Tag der deutschen Patrioten“ http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/10/04/tag-der-deutschen-patrioten/ http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/10/04/tag-der-deutschen-patrioten/#comments Sun, 04 Oct 2015 13:41:01 +0000 Administrator Aktuelles http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/10/04/tag-der-deutschen-patrioten/ NazisMarkt

Am 12. September sollte in Hamburg der „Tag der deutschen Patrioten“ stattfinden, ein Aufmarsch des „HoGeSa“ Abkömmlings „Wir sind Stark e.V.“ und anderen erkennbar rechten Kameradschaften. Die Organisatoren kassierten jedoch wenige Stunden vor dem Demo-Tag ein endgültiges Verbot ihrer Demo durch das BVerfG, ein Novum, wurden doch in der Vergangenheit Demoverbote in letzter Instanz mit Blick auf das Recht der Meinungsfreiheit meist aufgehoben. Dass trotz des Verbots Nazis und sonstige rechte Menschen in Hamburg auf die Straße gehen würden, erschien plausibel. Am Plan der Blockade einer möglichen Demo in Hamburg wurde daher festgehalten. Im Laufe des Tages sollten sich die Ereignisse jedoch in negativer Weise überschlagen: Während die Nazis scheinbar in weiser Voraussicht einen „Plan-B“ hatten und ihre Demo in kleinerem Maßstab in Bremen durchführen wollten, was ihnen ebenfalls verboten wurde, entschieden sich knapp 100 von ihnen, Weyhe einen erneuten Besuch (die Nazi-Aufmärsche von 2013 und 2014 sind immer noch in negativer Erinnerung) abzustatten. Von zunächst einer Handvoll Polizisten begleitet, zog ein Mob von zum Teil vermummten rechten Elendsgestalten durch die Bahnhofstraße und skandierte „Daniel Siefert, es war Mord!“ und andere rechte Parolen. Ein Gruppenfoto auf dem Weyher Marktplatz durfte natürlich auch nicht fehlen. Am Nachmittag des Tages, über eine Auswahl Weyhes als Ausweichort der Nazis aus eben dem folgenden Grund lässt sich spekulieren, sollte auf dem Markplatz das erste Weyher Integrationsfest stattfinden. Auf Grund der bedrohlichen neonazistischen Präsenz und des zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhandenen Polizeischutzes, sahen sich die Veranstalter des Integrationsfestes gezwungen, dieses schließlich abzusagen. Den Nazis gelang damit, was ihnen in diesen Tagen scheinbar als ihre Aufgabe erscheint, nämlich die z.T. vorhandene Willkommenskultur in deutschen Städten und Gemeinden weiter zu bekämpfen.

Die Nazis von der „AG Nordheide“ twitterten gegen Mittag folgendes Bild:
AgNord

Erst nach einiger Zeit traf eine Überpräsenz von Polizeikräften in Weyhe ein, was die Nazis nicht davon abhielt sich in Kleingruppen zu verstreuen, in Weyhe weiter ihr Unwesen zu treiben und vermeintliche linke Jugendliche zu bedrohen. Nur rund 40 der, nach unseren Informationen,110 Nazis wurden auf dem Parkplatz des Marktplatzes schließlich erkennungsdienstlich behandelt und unter Polizeischutz aus Weyhe hinausbegleitet. Erst gegen späten Nachmittag verließen die letzten Nazis die Gemeinde. Am Abend konnte jedoch, zum Glück, das Kollektiv der Dorfgemeinschaft ganz deutsch bei „Weyhe Total“, das wie geplant stattfinden konnte, feiern.

Wir hoffen, dass die Gemeinde Weyhe, insbesondere die Mitglieder des „Runden Tisches gegen Rechts“, aus den aktuellen Vorfällen Konsequenzen zieht und deutlicher mit zivilgesellschaftlichen Druck gegen Nazis aktiv wird. Vor allem gegen diejenigen Elendsgestalten, die in der Gemeinde tagtäglich in Häusern wie dem „Roadhouse Route 6“ verkehren, die linke Ultras aus Weyhe bedrohen, oder die bei Events wie dem Leester Osterfeuer Präsenz zeigen, muss in Zukunft vorgegangen werden, denn es wird zum wiederholten Mal deutlich: Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Weitere Infos und Fotos:
http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/weyhe-ort54198/weyhe-rechte-demonstranten-ziehen-durch-weyhe-polizei-grossaufgebot-5521553.html
http://recherche-nord.com/gallery/2015.09.12.html

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AfD: Mit Stammtischparolen zum politischen Aufstieg http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/06/01/afd-mit-stammtischparolen-zum-politischen-aufstieg/ http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/06/01/afd-mit-stammtischparolen-zum-politischen-aufstieg/#comments Mon, 01 Jun 2015 15:38:11 +0000 Administrator Aktuelles http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/06/01/afd-mit-stammtischparolen-zum-politischen-aufstieg/ afd1.1

Informations- und Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, 4. Juni 2015, 20.00 Uhr im Großen Forum der KGS Leeste, Schulstr. 40 in Weyhe- Leeste mit:

Erika Schneider und Ralf Beduhn (GEW- Kommission COURAGE gegen Rechts im Landesverband Niedersachsen)

Veranstalter: Runder Tisch gegen Rechts- für Integration, Weyhe

Mit populistischen Parolen wie „Raus aus dem Euro- zurück zur DM“, „Wir sind nicht das Weltsozialamt“ oder auch „Mut zur Wahrheit-Mut zu Deutschland“, gelang es der vor zwei Jahren gegründeten AfD, politischen Zuspruch und Wahlerfolge insbesondere aus der Mitte der Gesellschaft zu erlangen. Dabei knüpft die AfD in ihrer Propaganda an die Gemütslage des „entsicherten Bürgertums“ (Prof.Heitmeyer) an und mobilisiert Ressentiments nicht nur gegen die etablierten Parteien, sondern insbesondere auch gegen gesellschaftliche Minderheiten. Wohlstandschauvinistische Interessen werden vielfach sozialpopulistisch verpackt, Stammtisch-Argumente erklärtermaßen zum Ausgangspunkt politischer Kampagnen genutzt. Leugnung des Klimawandels, Ablehnung des Mindestlohns und der Rente mit 63, Einführung der Kirchhofsteuer zugunsten der Besserverdienenden, Ablehnung des Gender-Mainstreamings und der sexuellen Vielfalt, Einwanderung nur unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Nützlichkeit; diese und andere Programmpunkte der AfD werden in dem Vortrag dargelegt und kritisch beleuchtet.
Zudem wird die Aussage des Parteiführers Bernd Lucke am Abend der Hamburg-Wahl im ZDF: „Wir haben nie mit PEGIDA zusammengearbeitet“ als grobe Unwahrheit entlarvt. Anhand zahlreicher Beispiele wird die organisatorische und politische Zusammenarbeit zwischen der AfD und PEGIDA, HAGIDA, OLGIDA etc. nachgewiesen und darüber hinaus der äußerst rechte Rand der Partei anhand ausgewählter Dokumente präsentiert.

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Hurra, Deutschland ist kaputt! http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/05/08/hurra-deutschland-ist-kaputt/ http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/05/08/hurra-deutschland-ist-kaputt/#comments Fri, 08 May 2015 17:35:27 +0000 Administrator Aktuelles http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/05/08/hurra-deutschland-ist-kaputt/ Hurra, Deutschland ist kaputt!

Victory
Happy 2nd Lt. William Robertson and Lt. Alexander Sylvashko, Russian Army, shown in front of sign
[East Meets West] symbolizing the historic meeting of the Russian and American Armies,
near Torgau, Germany.“ Pfc. William E. Poulson, April 25, 1945.
National Archives 111-SC-205228

Heute vor genau 70 Jahren endete der zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands. Der zweite Weltkrieg kostete Millionen Menschen das Leben. Mit der Kapitulation endete auch die Herrschaft des deutschen Nationalsozialismus, samt seiner Vernichtungs- und Eroberungskriege in Europa. 6 Millionen Jüd*innen und Millionen politische Gegner*innen, sowie Zivilist*innen, besonders in Osteuropa, verloren während der Feldzüge des dritten Reichs und der Shoa ihr Leben. 

In der deutschen Mehrheitsgesellschaft wird der 8.Mai  als Tag der Befreiung bezeichnet. Von Weitzsäcker, der selbst im zweiten Weltkrieg als Wehrmachtsoffizier an der Ostfront am Krieg beteiligt war, sah in diesem Tag die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus. Diese Ansicht ist seitdem Staatsräson und auch 30 Jahre danach prägt diese Vorstellung das deutsche Kollektivbewusstsein. 
Steckt hinter dieser Sicht nicht aber auch, dass sich die deutsche Mehrheitsgesellschaft selber als Opfer des NS-Regimes sieht? Es scheint, als seien die Nazis 1933 mit UFOs in Deutschland gelandet und es hätte nichts gegen die Machtübernahme gemacht werden können.

Dies ist nichts weiter als eine Relativierung und ein Abstreiten der eigenen Schuld, ja der gesamten Verantwortung, die die Deutschen am Nationalsozialismus und seiner Verbrechen hatten und haben. Mit ihr schwindet auch die heutige Pflicht der deutschen Gesellschaft dafür zu sorgen, dass es nie wieder zu einem derartigem deutschen Morden, nie wieder zum Genozid kommen darf.

Der 8.Mai 1945 muss jedoch als Tag der Befreiung Europas von Deutschland gefeiert werden. Eine Befreiung, die in erster Linie für die Jüd*innen Europas das Ende der Shoa bedeute. 

In diesem Sinne 

Thank you, merci, спасибо nach Washington, London, Paris und Moskau!

Antifa Weyhe, 8.Mai 2015

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Nazis in Bremerhaven den Tag versauen http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/04/01/nazis-in-bremerhaven-den-tag-versauen/ http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/04/01/nazis-in-bremerhaven-den-tag-versauen/#comments Wed, 01 Apr 2015 10:56:12 +0000 Administrator Aktuelles http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/04/01/nazis-in-bremerhaven-den-tag-versauen/ Nazis in Bremerhaven den Tag versauen

ReWel

Wir reisen am Samstag als Gruppe nach Bremerhaven, um den Naziaufmarsch zu verhindern und um ihnen gehörig den Tag zu vermiesen.
Die, vom NPD-Mitglied Alexander von Malek, angemeldete Kundgebung soll am Samstag vor einer Unterkunft für Geflüchtete stattfinden. Da haben wir etwas gegen und werden es zu verhindern wissen.

Antifaschistische Gruppen aus der Region haben sich dazu entschlossen, sich nicht an der eher bürgerlichen Gegenkundgebung, die von Parteien und Gewerkschaften organisiert wird, zu beteiligen. Der Grund dafür liegt darin, dass bei dieser Veranstaltung auf einen Protest in Sicht- und Hörweite verzichtet wird. Wir möchten den Nazis diesen symbolischen Erfolg, vor einer Flüchtlingsunterkunft zu demonstrieren, nicht gönnen. Warum die Behörden überhaupt eine fremdenfeindliche Demonstration in der Nähe eines Flüchtlingsheims zulassen, wissen sie wahrscheinlich selber nicht. Wir werden die Flüchtlinge nicht alleine lassen, uns schützend vor ihre Unterkunft stellen und die Nazis blockieren.

Die Meinung Vieler lautet, dass Blockaden von Naziaufmärschen nicht zielführend, sondern eher kontraproduktiv seien, da mensch ihnen so, nicht nur mediale, Aufmerksamkeit gibt. Sie nehmen also an, Probleme mit Fremdenfeindlichkeit lösen sich durch Ignoranz in Luft auf.
Dem müssen wir ganz klar widersprechen:
- Naziaufmärsche sind gefährlich! Rassist*innen sind dafür bekannt, am Rande der Demonstration körperliche Angriffe zu begehen. Diese Gewalt würde sich in diesem Fall höchstwahrscheinlich gegen Geflüchtete richten, die meistens eh schon einen riesigen Schicksalsschlag zu verkraften haben.
- Nazis könnten ungehindert ihre menschenverachtende Hetze in den Straßen verbreiten und so eventuell neue Menschen manipulieren und für ihre Ideologie begeistern.
- Sie hätten einen symbolischen Erfolg zu verzeichnen und würden diesen für weitere Aktionen nutzen. Wir gäben ihnen ein Gefühl der Sicherheit und würden ihnen symbolisieren, sie könnten an diesem Ort ohne Probleme agieren.

Daher werden wir uns geschlossen an der Blockade am 04.04.2015 in Bremerhaven beteiligen.

Für weitere Informationen zu Samstag:
https://www.facebook.com/events/604739132993649/

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise aus Bremen: 10:30Uhr Infopoint Hbf

Antifaschistische Grüße
Antifa Weyhe

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Menschenverachtende Hetze gegen geplante Flüchtlingsunterkunft in Weyhe-Melchiorshausen http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/02/25/menschenverachtende-hetze-gegen-geplante-fluechtlingsunterkunft-in-weyhe-melchiorshausen/ http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/02/25/menschenverachtende-hetze-gegen-geplante-fluechtlingsunterkunft-in-weyhe-melchiorshausen/#comments Wed, 25 Feb 2015 21:26:15 +0000 Administrator Aktuelles http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/02/25/menschenverachtende-hetze-gegen-geplante-fluechtlingsunterkunft-in-weyhe-melchiorshausen/ Menschenverachtende Hetze gegen geplante Flüchtlingsunterkunft in Weyhe-Melchiorshausen

Es ist derzeit immer dasselbe in Deutschland: Kaum gibt es Pläne eine weitere Unterkunft für Flüchtlinge irgendwo einzurichten, kommt es sofort zu Protesten aus bestimmten Teilen der Bevölkerung. Mal mehr, mal weniger stark sieht der Widerstand aus, im schlimmsten Fall gipfelt er in körperlichen Angriffen und Pogromen.

Weyhe scheint bisher (zum Glück) von solch extremen Protesten weitgehend verschont geblieben zu sein. Die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen funktioniert recht gut und das Familienpaten-Projekt, bei dem Familien und Einzelpersonen aus Weyhe neu angekommen Flüchtlingen helfen, verdient allen Respekt.
Nun gibt es jedoch den Plan der Gemeinde in der ehemaligen Grundschule in Melchiorshausen eine Flüchtlingsunterkunft einzurichten. Eine recht rationale und kostengünstige Entscheidung, denn das Gebäude steht leer und gehört der Gemeinde. Doch gab es bereits bei der Schließung der Schule wegen zu geringer Schüler*innenzahl ordentlich Gegenstimmen, scheint es nun auch Widerstand gegen eine Flüchtlingsunterkunft in eben jenem Gebäude zu geben.
Unter einem Post der „Kreiszeitung Syke“[1] lassen sich einige krass rassistische und menschenverachtende Kommentare finden. „Spitzenreiter“ der Hetze ist Daniel Horstmann, der in seinen Kommentaren offen gegen die Aufnahme von sich in Not befindenden Flüchtlingen hetzt. Dabei verkennt er, dass weltweit über 50 Millionen Menschen auf der Flucht sind[2] und das nur ein winziger Prozentsatz nach Deutschland kommt. Gegenkommentator*innen fragt Horstmann, ob sie vom Bürgermeister bezahlt seien und er sieht seine „Meinung“ durch die Meinungsfreiheit gesichert, ganz dem Motto „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“. Erschreckend ist auch, dass über 30 Menschen seinen Kommentar geliked haben. Erfreulich bleibt nur, dass es auch viele positive Kommentare zum Artikel gab.

Nach unserer Meinung sollte es jedoch nicht darum gehen, wie viele Menschen aufgenommen werden müssen. Jedem Menschen, der sich auf Flucht befindet, muss geholfen werden! Vielmehr sollte es darum gehen warum Menschen flüchten, was die Schuld Europas an der größer werdenden Zahl der Flüchtlingen ist und dass die EU-Staaten, auch Deutschland, eine besonders krasse „Flüchtlingsabwehr“ betreiben, die schon mehreren zehntausend Flüchtlingen das Leben gekostet hat. So wurde mit der Verschärfung des Asylparagrafen im Grundgesetz das Menschenrecht auf Asyl in Deutschland praktisch aufgehoben. Sinti und Roma aus Balkanländern werden zum Beispiel oft als „Armutseinwanderer“ dargestellt und systematisch abgeschoben, weil sie aus angeblich sicheren Herkunftsländern kommen.

Unsere Vorstellung der Welt ist jedoch grenzenlos solidarisch. Wir sagen ganz laut: „Refugees are welcome here!“

[1] https://www.facebook.com/kreiszeitung.de/posts/10153650886351490
[2] http://www.tagesschau.de/ausland/grafiken-fluechtlinge-100.html

Die Kommentare unter dem Artikel der „Kreiszeitung“ zum Nachlesen:

Hetze1
Hetze2
Hetze3
Hetze4

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http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/02/25/menschenverachtende-hetze-gegen-geplante-fluechtlingsunterkunft-in-weyhe-melchiorshausen/feed/
MISCHSZENEN AM RECHTEN RAND: HOOLIGANS, ROCKER UND BRUDERSCHAFTEN IN DER REGION http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/01/15/mischszenen-am-rechten-rand-hooligans-rocker-und-bruderschaften-in-der-region/ http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/01/15/mischszenen-am-rechten-rand-hooligans-rocker-und-bruderschaften-in-der-region/#comments Thu, 15 Jan 2015 15:55:22 +0000 Administrator Aktuelles http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/01/15/mischszenen-am-rechten-rand-hooligans-rocker-und-bruderschaften-in-der-region/ Info22

Informationsveranstaltung des Rundes Tisches gegen Rechts Weyhe
am Donnerstag, 22.1.2015 im Großen Forum der KGS Leeste, 19:00 Uhr


Mischszenen am rechten Rand: Hooligans, Rocker und Bruderschaften in der Region
Referentin: Andrea Röpke, Journalistin

Am politisch rechten Rand dieser Gesellschaft haben sich sog. Mischszenen herausgebildet. PEGIDA und HOGESA (Hooligans gegen Salafismus) sind im letzten Jahr entstandene Bewegungen, die diese Entwicklung charakterisieren. Insbesondere nach dem HOGESA-Aufmarsch in Köln im Oktober 2014 mit ca. 4500 Teilnehmern und massiver Gewalt gegen Polizei und Gegendemonstranten gerieten diese Bewegungen in den Focus der medialen Öffentlichkeit.
Die Stimmung in Köln wurde speziell durch die Bremer Band „Kategorie C“ angeheizt, die extra für diesen Anlass den Song „Hooligans gegen Salafisten“ geschrieben hatte. Die Mitglieder der Band wurden bereits 2010 vom Bremer Verfassungsschutz als „gewaltbereite Rechtsextremisten“ eingestuft. Der Sänger der Band ist einer der Anführer der gewalttätigen Hooligan-Truppe „Standarte Bremen“ (vormals: Standarte 88). Mitglieder der Standarte waren u.a. an dem gewalttätigen Überfall auf die im Ostkurvensaal des Weserstadion feiernde antirassistische Werder- Fangruppe „Racaille Verte“ beteiligt.
Weit weniger bekannt waren bisher die Verbindungen von kriminellen Rocker-Gangs und Neonazi-Strukturen in Niedersachsen und Bremen. Nach einer kürzlich erfolgten Anfrage des SPD-Abgeordneten Brunotte teilte die niedersächsische Landesregierung mit, dass z.B. einzelne Mitglieder der Rockergang „Legion Bremen“ als „rechtsmotivierte Gewalttäter“ bekannt seien. Zudem lägen zu 15 der derzeit 35 Mitglieder der Gang „kriminalpolizeiliche Erkenntnisse“ vor. Einzelne Mitglieder der „ Legion Bremen“ hätten sich im Frühjahr 2013 auch an den von rechten Gruppen initiierten Protesten nach dem Tod von Daniel Siefert am Kirchweyher Bahnhof beteiligt. Das Klubhaus der „Legion Bremen“ befindet sich auf Weyher Gebiet im unmittelbaren Grenzbereich zur Gemeinde Stuhr.

Über derartige Organisationsstrukturen und Verbindungen in Bremen und im Bremer Umland wird die bekannte Journalistin Andrea Röpke referieren.

Hinweis! Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Allerdings haben Mitglieder und Sympathisanten rechter Parteien und Gruppen sowie von Rockergangs keinen Zutritt (§6 Vers.Ges.)

Veranstaltungsflyer zum runterladen:
FlyerVeranstaltung22.Januar

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http://antifaweyhe.blogsport.de/2015/01/15/mischszenen-am-rechten-rand-hooligans-rocker-und-bruderschaften-in-der-region/feed/
Never forgive, never forget! http://antifaweyhe.blogsport.de/2014/11/09/never-forgive-never-forget/ http://antifaweyhe.blogsport.de/2014/11/09/never-forgive-never-forget/#comments Sun, 09 Nov 2014 16:43:09 +0000 Administrator Aktuelles http://antifaweyhe.blogsport.de/2014/11/09/never-forgive-never-forget/ Kein Vergessen!

Heute vor 76 Jahren kam es im gesamten Gebiet des faschistischen „Deutschen Reichs“ zur Reichspogromnacht, dem vorzeitigen Höhepunkt der menschenverachtenden Jagd auf Jüd*innen.
In der Zeit zwischen 1933 und 1945 entlud sich der Hass auf Jüd*innen auch in Weyhe. Schon ab 1933 wurde in Weyhe dazu aufgerufen nicht bei vermeidlich Jüdischen Bürger*innen einzukaufen. Schilder mit der Aufschrift „Juden – Zutritt verboten“ oder „Juden sind in diesem Orte nicht erwünscht“ wurden schließlich ab 1935 mit dem Inkrafttreten der „Nürnberger Rassegesetzen“ in den damaligen Weyher Ortsteilen aufgestellt. Gleichzeitig begann der Kirchweyhe Bürgermeister eine „Judenkartei“ anzulegen, in der er alle „Viertel-“, „Halb-“ und „Volljuden“ aufführte. Ein besonders tragisches Schicksal erlitt der Junge Otto Polak, da er als fast einzige Person in Kirchweyhe einen „Judenstern“ tragen musste und daher täglich Angriffen durch Dorfkinder ausgesetzt war.

Der Hass auf Jüd*innen hörte mit der Befreiung durch die Alliierten jedoch nicht auf; auch heute noch gibt es einen krassen Antisemitismus in Deutschland, der sich z.B. dieses Jahr auf verschiedenen Demonstrationen entlud, nicht zuletzt in den Aktionen der Neu-Rechten „Friedensbewegung“. Oft ist von einer angeblichen „zionistischen Weltverschwörung“ die Rede und aktuelle Umfragen zeigen, dass Jüd*innen immer noch mit Hass und Misstrauen beäugt werden.

Daher ist der Kampf gegen Antisemitismus eine der wichtigsten Aufgaben des Antifaschismus, denn niemals dürfen die Verbrechen des faschistischen Regimes vergessen werden oder die derzeitigen Umstände einfach so hingenommen werden. Dabei muss auch in die eigene Szene geschaut werden. Antisemitismus macht schließlich auch nicht vor dem linken Spektrum halt.

Never forgive, never forget! Fight Anti-Semitism!

Antifa Weyhe

Quellen und lesenswerte Seiten:
- Greve, Hermann (1995): Gegen das Vergessen. Verfolgung und Unterdrückung in Weyhe. 1933-1945. Weyhe.
- http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=200

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Feedback zum Aufmucken und Pressespiegel http://antifaweyhe.blogsport.de/2014/07/25/feedback-zum-aufmucken-und-pressespiegel/ http://antifaweyhe.blogsport.de/2014/07/25/feedback-zum-aufmucken-und-pressespiegel/#comments Fri, 25 Jul 2014 14:03:01 +0000 Administrator Aktuelles http://antifaweyhe.blogsport.de/2014/07/25/feedback-zum-aufmucken-und-pressespiegel/ Am vergangen Samstag fand in Weyhe das „Aufmucken gegen Rechts“ statt, auf dem wir mit einem Infostand vertreten waren. Im laufe des Abends gab es jedoch mehrere Probleme mit offensichtlich rechtsextrem gesinnten Menschen innerhalb der Security und dem Publikum. Zu den Vorfällen berichtet der „Weser-Kurier“:

„Der 20-Jährige […] war sich sicher. „Vorhin waren hier drei Leute, die hatten ein Germania-Tattoo und auch die beauftragte Sicherheitsfirma hat Rechtsradikale geschickt“, erzählte er. „Ein Mitarbeiter mit einer Standarte 88-Tätowierung wurde vom Veranstalter sogar nach Hause geschickt. Kurzfristig drohte die Sicherheitsfirma dann, alle Mitarbeiter vom Festival abzuziehen. Das hätte das Aus für das gesamte Fest bedeutet“, […]“

Das Zitat „ Ein Mitarbeiter mit einer Standarte 88-Tätowierung wurde vom Veranstalter sogar nach Hause geschickt“, ist so nicht richtig. Der verdächtigte Security gehörte/gehört zu den rechtsextremen „Standarte 88“ Hooligans, ein Tattoo dieser Vereinigung besaß er jedoch nicht. Unser Genosse fühlt sich hier falsch zitiert.

Auch in der „Kreiszeitung“ lässt sich ein Fehler finden. Dort heißt es: „[…]berichtete von Neonazis auf dem Gelände. „Die führen Register über antifaschistische Aktivitäten. Die Security-Leute kennen sich aber gut in der Szene aus und haben die gleich weggeschickt.“
Der hier eingeschlichene Fehler ist offensichtlich. Unser Genosse bezog seine Aussage, dass Rechtsextreme vor Ort seien, direkt auf die Security-Leute. Einzig den guten Augen/Kentnissen von Genoss*innen aus unseren Strukturen ist die Ausweisung der besagten Personen zu verdanken.

Die Vorfälle des vergangenen Samstags werden wir intern nochmal aufarbeiten.

http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/weyhe-ort54198/weyhe-feiert-aufmucken-gegen-rechts-jubilaeum-friedliches-fest-nazis-weggeschickt-3716791.html

http://www.weser-kurier.de/region/diepholz_artikel,-Ein-Festival-mit-Differenzen-_arid,903220.html

Antifa Weyhe

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Die (deutsche) Nation? – Kein Grund zum feiern! http://antifaweyhe.blogsport.de/2014/07/25/die-deutsche-nation-kein-grund-zum-feiern/ http://antifaweyhe.blogsport.de/2014/07/25/die-deutsche-nation-kein-grund-zum-feiern/#comments Fri, 25 Jul 2014 13:59:50 +0000 Administrator Aktuelles http://antifaweyhe.blogsport.de/2014/07/25/die-deutsche-nation-kein-grund-zum-feiern/

Vor noch wenigen Tagen hingen überall Deutschland Flaggen; an Autos und Häusern und oft kleideten sich auch Menschen in Schwarz-Rot-Gold. Eher fiel mensch auf, wenn mensch am Spieltag des DFB-Teams keine Nationalsymbole trug. Auch die Nachbarn schauten immer argwöhnisch, wer denn etwa keine Deutschlandflagge im Garten oder am Auto auf gehängt hatte. Und dann fragten sich zudem viele Menschen warum z.B. Özil nicht die deutsche Nationalhymne mit singe. Ach ja, er sei ja gar keine richtiger „Deutscher“ und nur „Deutsche“ seien stolz auf „ihr Deutschland“.

Doch was versteckt sich eigentlich hinter diesen Gedankengängen, die sich wohl in vielen Köpfen der Bürgerinnen und Bürger besonders während der Männer Fußball WM abgespielt haben? Es verbirgt sich die grundlegende Einteilung in „Wir, die Deutschen“ und „Die, die Ausländer“. Viele Menschen in diesem Land müssen diese zwei Klassengesellschaft jeden Tag miterleben; sei es in der Bahn, wenn mensch als einzige oder einziger kontrolliert wird, oder sei es bei der Jobsuche, bei der z.B. Frauen mit Kopftüchern häufig konsequent einfach abgelehnt werden. Das Problem mit dem Wir hier also zu kämpfen haben heißt Rassismus und dieser erstreckt sich durch weite Teile der Gesellschaft. Nicht nur Nazis sind tagtäglich rassistisch, in jedem von uns steckt das Potenzial Rassistin oder Rassist zu sein. Und auch die hiesigen Parteien bedienen sich immer wieder rassistischen und populistischen Phrasen, wie z.B. der angeblichen „Unterwanderung der Sozialsysteme“ oder einer „Das Boot ist voll“ Logik.
Eine grundlegende Ursache für diesen Rassismus liegt in dem immer noch auf „Blut und Boden“ Logik basierenden Nationalismus; wer keine deutschen Vorfahren besitzt sei kein Deutscher. Dieser Nationalismus manifestiert sich besonders zu nationalen Großereignissen, wie der nun zu Ende gegangen WM, in einem Fahnenmeer aus Deutschlandflaggen und „stolzen“ Deutschen. Einige von euch werden sich nun bestimmt fragen, was daran so schlimm sei stolz auf seine Heimat zu sein; Neben dem schon erwähnten Problem der Ausgrenzung von Menschen, ist das was in eurem Pass steht eigentlich auch nur reiner Zufall, denn ihr hättet genauso gut in Guatemala oder Somalia geboren werden können. Und können wir nicht eigentlich nur darauf stolz sein, was wir selber erreicht haben? Was habe ich dazu beigetragen, dass das DFB Team Weltmeister geworden ist, oder besser gefragt was habt ihr dazu beigetragen? Das sich eine Deutschlandflagge an das Auto hängen, hat nichts mit den sportlichen Siegen dieser WM zu tun und erst recht nicht das Anschreien der Public Viewing Leinwand während der Fußballspiele. Natürlich spricht nichts dagegen sich über faire Spiele und besondere sportliche Leistungen zu freuen, aber es gibt keinen wirklichen Grund die Leistungen des DFB Teams mit einer nationalen Identität in Verbindung zu bringen.
Stolz auf ein Land zu sein, bedeutet immer andere Länder und andere Menschen auszuschließen und ab zu werten. WM Patriotismus und Nationalismus gehen hier Hand in Hand und das steht einer gleichen freien Gesellschaft zu tiefst im Wege.
Es liegt nun also an uns, über nationale Identitäten und Staaten hinweg zu denken, und uns als das zu begreifen, was wir grundlegend sind: gleiche Menschen, die alle gemeinsam auf diesem Planeten leben! Daher kämpft mit uns gemeinsam für eine solidarische und freie Gesellschaft ohne Abgrenzung, Ausgrenzung und Unterdrückung!

Wir würden uns daher freuen, wenn viele Menschen am 3. Oktober mit uns nach Hannover auf die Gegendemonstration gegen die Einheitsfeier kommen würden. Lasst uns dort gemeinsam zeigen, dass uns die deutsche Normalität gewaltig stört!

Antifa Weyhe

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